Niederösterreichs blühende Gartenkultur

125 Paradiese in allen Formen und Farben – für alle Sinne und jeden Geschmack

Gartenreich Niederösterreich. Von der leuchtenden Farbenpracht in den barocken Schloss- und Stiftsgärten, über die stille Erhabenheit der englischen Parks und den zahlreichen Themen in den Erlebnisgärten bis hin zum berauschenden Dufterlebnis in den Nutz- und Privatgärten reicht die Vielfalt Niederösterreichs Gartenkultur.

Niederösterreichs blühende Gartenkultur ist geschichtsträchtig. Von den ersten römischen Privatgärten und den mittelalterlichen Klostergärten über die feudalen Gartenanlagen in Renaissance und Barock bis hin zur breiten Palette an moderner Gartenkunst – rund 2000 Jahre Gartenkultur können entdeckt und besichtigt werden.

Die bekanntesten, besucherreichsten und schönsten Gärten und Parks des Landes haben sich zum Verein „Die Gärten Niederösterreichs“ zusammengeschlossen. Bereits seit 2007 verfolgt dieser mit seiner stetig wachsenden Zahl an Mitgliedsgärten den Auf- und Ausbau gartentouristischer Ausflugsangebote, sowohl für Individualgäste als auch für Gruppenreisende. Mit Februar 2016 besteht das Netzwerk aus 125 ökologisch gestalteten und gepflegten Gärten und Gartenanlagen (im Vergleich 2014: 39 Mitglieder), die gemeinsam touristisch vermarktet werden.

So vielfältig die Gärten und Parks in Niederösterreich auch sind, eines haben sie jedenfalls gemeinsam – und dies ist einzigartig in Europa. Sie alle haben sich den Kriterien der Aktion „Natur im Garten“ verschrieben: keine Pestizide, keine chemisch-synthetische Dünger und kein Torf. Stattdessen finden sich Naturgartenelemente wie Trocken- und Feuchtbiotope, Blumenwiesen, üppige Staudenbeete und paradiesische Nutzgärten. Ausgezeichnet als „Natur im Garten“-Schaugärten werden die Gärten Niederösterreichs regelmäßigen Kontrollen unterzogen, um zu gewährleisten, dass die Qualitätsmerkmale eingehalten werden. Denn nur so ist eine ökologische und naturnahe Bewirtschaftung nachhaltig garantiert.

Themen- und Erlebnisgärten
Das Land Niederösterreich ist besonders reich an Themen- und Erlebnisgärten. Sie sind gestaltete Grünräume zum Anfassen, Ausruhen und Austoben. Wie zum Beispiel auf der GARTEN TULLN, Europas erster und einziger ökologischer Gartenschau, die sich mit rund 65 Schaugärten präsentiert oder in den Kittenberger Erlebnisgärten, wo in mehr als 40 Schaugärten die Fantasie und die Gestaltungsfülle keine Grenzen zu kennen scheint.

Parkanlagen
In den historischen Parkanlagen lässt es sich nicht nur einträchtig flanieren, sondern auch immer wieder überraschen. Da eine neue Blickachse, dort ein Solitärbaum, hier ein Tempel im gotischen Stil, jede Weggabelung verspricht etwas Neues. Niederösterreich hat mit seinen englischen Landschaftsgärten in Laxenburg, Grafenegg und Eckartsau wie auch mit seinen Stadtparks wie jenem in Baden bei Wien besonders schöne lebende Kunstwerke.

Schlossgärten
Renaissance- und Barockanlagen sind in ihrer Gesamtheit von Schloss und Garten Kunstwerke der ganz besonderen Art, die durchschritten und in ihrer Kunstfertigkeit bestaunt werden können. Die restaurierten Gartenanlagen von Schloss Hof oder des Renaissanceschlosses Schallaburg lassen einen dies anschaulich spüren und begreifen. Kunstvoll geschnittene Buchsbäumchen, raffiniert angelegte Labyrinthe und Irrgärten, bunt blühende Zierbeete oder pompöse Wasserspiele – sie alle ermöglichen eine außergewöhnliche Naturerfahrung.

Stiftsgärten
Niederösterreichs Stifte haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Gärten aufwändig revitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – wie in Melk, Seitenstetten, Altenburg oder Zwettl. Nun suchen nicht nur die christlichen Klostergemeinschaften Stille und Inspiration im Kreuzgarten oder in der klösterlichen Gartenanlage. Auch interessierte Besucherinnen und Besucher können sich an den Orten der Besinnung erfreuen, den Kräutergarten erschnuppern, im Nutzgarten Ruhe suchen und den Blick gen Himmel oder nach innen schweifen lassen.

Nutzgärten
Zivilisationsgeschichtlich betrachtet ist die Sesshaftwerdung des Menschen untrennbar mit der Kultivierung eines Nutzgartens verbunden. In Niederösterreich belegen unzählige private Bauerngärten diese Tradition, im Museumsdorf Niedersulz lassen sich besonders typische Varianten der regionalen Gartenkultur besichtigen. Der Erhaltung unserer Sortenvielfalt hat sich der Verein ARCHE NOAH mit seinem Schaugarten in Schiltern verschrieben, dort können alte Kulturpflanzen verkostet und für den eigenen Garten als Samen oder Setzlinge gekauft werden.

Privatgärten
Die private Gartenkultur ist in Niederösterreich sehr stark und sehr facettenreich ausgeprägt. Viele private Gärtnerinnen und Gärtner öffnen – regelmäßig oder nach Vereinbarung – ihre Tore und laden zum Schauen, Entdecken, zu Erfahrungs- und Pflanzenaustausch ein.


Nähere Informationen über „Die Gärten Niederösterreichs“ gibt es auf www.diegaerten.at und in der Übersichtskarte „Die Gärten Niederösterreichs – 125 paradiesische Gartenerlebnisse 2016“, bestellbar über die Niederösterreich-Information.

Presserückfragen:
Niederösterreich-Werbung, Marlies Frey, Tel. 02742/9000-19844, presse@noe.co.at
www.niederoesterreich.at/presse

Niederösterreichs blühende Gartenkultur_Basistext Feb.2016 Foto: Die Gärten Niederösterreichs, © Niederösterreich-Werbung/Rita Newman